Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat seine Vorstellungen erläutert, was er unter einer synodalen Kirche versteht. "Ein synodaler Weg, von dem der Heilige Vater ja auch spricht, ist ein längerer Weg. Aber ein Weg, an dem wir auch spüren: Wir gehen neu", sagte Marx am Sonntag in München in seiner Predigt zum Bennofest. Doch an einem Tag lasse sich nicht einfach alles ändern. Allerdings sei eine Kirche, die stehenbleibe, die nicht unterwegs sei und die nicht auch Dinge hinter sich lasse, nicht das, was Jesus meine, so der Kardinal. Das Programm der synodalen Kirche sei stattdessen in dessen Wort "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" zusammengefasst: "Wir gehen auf die größere Wahrheit zu, die Christus ist." "Toter Punkt" könne zu Wendepunkt werden Zugleich erinnerte Marx an sein Schreiben an Papst Franziskus vor einem Jahr, in dem er seinen Rücktritt angeboten und zugleich von einem gewissen "Toten Punkt" gesprochen hatte. Für viele sei der Begriff verstörend und irritierend …