Wenn man den Brief von P. Pfluger an Bischof Williamson liest, aus dem Jahr 2010, auf POS Homepage, dann wundert MICH überhaupt NICHT, dass man diesen Bischof rausschmiss. (und: wenn der Inhalt des Briefes stimmt... dann wundert der Rausschmiss nicht (präzisierend))
"Liebe predigen" -->> das zeigt gut, wie "weit" sie weg sind von dem, um was es geht und auf was es ankommt. Es geht nicht darum, Liebe zu "predigen", sondern Liebe, konkret im Sinne von Nächstenliebe, zu leben. Der Glaube ohne die Liebe wird nichts nützen; auch Ihnen nicht. Da kann der Glaube noch so rein und so richtig sein. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. 1 Kor 13,2 --> Nichts ... und komme auch nicht in den Himmel.
"Wenn man scharf urteilen wollte, könnte man sagen, dass POSchenker hier verleumdet bzw. in die Irre geführt hat." ach was? - wer hätte DAS denn gedacht? [Ironie] Bestes Beispiel dafür, dass man nicht alles (am besten kaum was) glauben kann und darf, was auf irgendwelchen Internetblogs zu welchen kirchlichen Themen auch immer veröffentlicht wird... Nur Originalquellen sind relevant.
Sie hatte aber nie einen. Man kann auch Professerin an der Uni sein und Vorlesungen halten, OHNE einen Lehrstuhl zu haben. Einen Lehrstuhl hat nur ein ordentlicher Professor, der an einer Fakultät zuständig für ein theol. Fach ist. Es gibt aber auch Professoren an der Uni, die zwar in bestimmten Fächern Vorlesungen halten, aber keinen Lehrstuhl innehaben.
Lehrstuhl und Lehrbefugnis sind übrigns zwei verschiedene Dinge. Wenn die Heinemann nicht mal das selbst weiß, ist sie eine völlig "irre" Professorin.... Ihr wurde nie der Lehr"stuhl" entzogen, wohl aber die Lehr"befugnis". Leider argumentiert Bischof Krenn an dieser Stelle sehr schwach. In diesem unstrittigen (!!) Punkt hätte man die Heineman sehr sehr leicht vorführen und auflaufen lassen können!
@ GMM Was mich bei Ihnen äußerst verwirrt: Sie schreiben hier: "Da wird nachgewiesen, dass Franziskus in einem offiziellen Dokument, in der Apostolischen Exhortation "Evangelii Gaudium" eine offenkundige Häresie verbreitet,..." WO wird denn hier irgendetwas nachgewiesen? IRGEND JEMANDbehauptet hier vielmehr lediglich etwas! Und dessen Haupt-Argumentationszitat geht dabei noch VÖLLIG in die Leere (!!) Also: Wie können Sie, GMM, da so schnell behaupten "es wurde nachgewiesen" ?? Reflektieren Sie nicht? Überlegen Sie nicht selbständig? Oder wollen Sie das erst gar nicht?
ps: von nem "Paul Kramer" habe ich übrigens auch noch nie was gehört (was aber nix heißen muss) Trotzdem kommt mir die Überschrift ähnlich ulkig vor, als wenn dort stehen würde: "Lieschen Müller klagt den Bundeskanzler des Amtsmissbrauches an"....
für meinen "Freund" GMM :o), der doch so gerne wörtliche Zitate der Schrift absolut setzt: Was glauben Sie, wieviele Stellen ich aus dem AT anführen könnte, in denen explizit - und zwar aus dem Munde JHWH selbst - geschrieben steht, dass der Bund, den er gerade schließt, EWIG und für ALLE ZEITEN bestehen wird. In dem hier beliebten Jargon gesprochen (glaube atm verwendet die Formulierung gerne): "Hat sich Gott der Herr also geirrt, als er dies sagte??"
Mister Dogmatiker hat doch bereits geschrieben: Im Zitat vom Konzil von Florenz kommt das Wort Bundnicht mal vor (!!!) Es geht dort um das Mosaische Gesetz; da muss man schon unterscheiden. Gesetz und Bund hängen zwar sehr zusammen, sind aber natürlichnicht identisch! Weit ab jeglicher Häresie also.... *kopfschüttel
aha - "mit Freuden" sehe ich, dass hier die Häresie Diskussion gegen den Papst weitergeht. Haben "wir" wieder gemeint, etwas gefunden zu haben? Eher passend:
abgesehen davon ist mein Vertrauensvorschuss, dass das, was "Englisch" alles erzählt, auch tatsächlich wahr ist, ziemlich, ziiiiiiiieeeemlich gering..... der gute BILD-"Korrespondent" ... fast so zuverlässig wie der ADAC ....
hehe - Papst Franziskus klopft genauso tolle Sprüche, wie gewisse Vollblut-Traditionalisten hier und auf kreuz.net, usw., die sich selbst dabei gleichzeitig aber für völlig katholisch und integer halten.... KÖSTLICH!
Während der Handauflegung des Bischofs stehen noch keine anderen Priester so da, wie auf dem Bild. Nach der Auflegung durch den Bischof erfolgt die Handauflegung weiterer Priester, diese können sich danach in dieser abgebildeten Stellung aufstellen und so ihre Hand halten, bis alle weiteren Priester die Hände aufgelegt haben.
Leo XIII.: Enzykl. »Providentissimus Deus«: Hl. Schrift Denn uneingeschränkt alle Bücher, die die Kirche als heilig und kanonisch anerkennt, wurden in all ihren Teilen auf Diktat des Heiligen Geistes verfaßt; weit gefehlt, daß der göttlichen Inspiration irgendein Irrtum unterlaufen könnte, s c h l i e ß t s i e durch sich selbst nicht nur j e d e n I r r t um a u s , sondern schließt hihni aus und verwirft hihni so notwendig, wie es notwendig ist, daß Gott, die höchsteWahrheit, Urheber überhaupt keines Irrtums ist. Dies ist der alte und beständige Glaube der Kirche, wie er auch in feierlicher Erklärung auf den Konzilien von Florenz [vgl. *1334] und Trient [vgl. *1501–1508] definiert und schließlich auf dem Vatikanischen Konzil bestätigt und deutlicher erklärt worden ist, von dem ohne Einschränkung verkündet wurde: »Die Bücher des Alten und Neuen Testamentes… haben Gott zum Urheber« [*3006]. Daher hat es überhaupt keine Bedeutung, daß der Heilige Geist als Werkzeuge zum Schreiben Menschen herangezogen hat, so als ob zwar nicht dem ursprünglichen Verfasser, wohl aber den inspirierten Schreibern etwas Falsches habe entschlüpfen können. Denn er selbst hat sie mit übernatürlicher Kraft so zum Schreiben angeregt und bewegt, ist ihnen so beim Schreiben beigestanden, daß sie all das, und zwar nur das, was er selbst gebot, sowohl im Geiste recht erfaßten als auch gläubig niederschreiben wollten und mit unfehlbarer Wahrheit angemessen ausdrückten: andernfalls wäre nicht er selbst der Urheber der gesamten heiligen Schrift.… Das, was derselbe Augustinus an Hieronymus geschrieben hat, soll allgemein gelten: »…Wenn ich in diesen Schriften auf etwas stoße, was der Wahrheit entgegengesetzt zu sein scheint, so werde ich nicht daran zweifeln, daß entweder die Handschrift fehlerhaft ist, oder der Übersetzer nicht getroffen hat, was gesagt wurde, oder ich es überhaupt nicht verstanden habe«1.…
In Bezug auf die Kanon-Frage der Bibel gibt es die Verlautbarung des Konzils von Trient, die mit allerhöchster - und unfehlbarer - Lehrautorität hier spricht: Dekret über die Annahme der heiligen Bücher und der Überlieferungen: Das hochheilige ökumenische und allgemeine Konzil von Trient, im Heiligen Geiste rechtmäßig versammelt, … sich immerdar das Ziel vor Augen haltend, daß nach Aufhebung der Irrtümer des Evangeliums Reinheit selbst in der Kirche bewahrt werde, das, einst durch die Propheten in den heiligen Schriften verheißen, unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, zuerst mit eigenem Munde verkündete und danach durch seine Apostel als die Quelle aller heilsamen Wahrheit und Sittenlehre jedem Geschöpf predigen ließ [vgl. Mk 16,15]; und erkennend, daß diese Wahrheit und Lehre in geschriebenen Büchern und ungeschriebenen Überlieferungen enthalten sind, die, von den Aposteln aus dem Munde Christi selbst empfangen oder von den Aposteln selbst auf Diktat des Heiligen Geistes gleichsam von Hand zu Hand weitergegeben, bis auf uns gekommen sind, folgt dem Beispiel der rechtgläubigen Väter und nimmt an und verehrt mit dem gleichen Gefühl der Dankbarkeit und der gleichen Ehrfurcht alle Bücher sowohl des Alten als auch des Neuen Testamentes, da der eine Gott Urheber von beiden ist, sowie auch die Überlieferungen – sowohl die, welche zum Glauben, als auch die, welche zu den Sitten gehören – als entweder wörtlich von Christus oder vom Heiligen Geiste diktiert und in beständiger Folge in der katholischen Kirche bewahrt. Es meinte aber, diesem Dekret ein Verzeichnis der heiligen Bücher beifügen zu sollen, damit keinem ein Zweifel kommen könne, welche es sind, die von diesem Konzil angenommen werden. Es sind aber die im folgenden aufgeführten. Al t e s Te s t ame n t : Fünf (Bücher) Mose, nämlich Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deuteronomium; Josua, Richter, Rut, vier (Bücher) Könige (= 2 Bücher Samuel, 2 Bücher Könige), zwei Paralipomena (= Chronik), Esra – erstes und zweites (Buch), das Nehemia genannt wird, Tobias, Judit, Ester, Ijob, der da- vidische Psalter mit einhundertfünfzig Psalmen, Sprüche, Ecclesiastes (= Kohelet bzw. Prediger), Hohelied, Weisheit, Ecclesiasticus (= Jesus Sirach), Jesaja, Jeremia mit Baruch, Ezechiel, Daniel, die zwölf kleineren Propheten, nämlich Hosea, Joël, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zefanja, Haggai, Sacharja, Maleachi; zwei (Bücher)Makkabäer, das erste und zweite. Ne u e s Te s t ame n t : Vier Evangelien, nach Matthäus, Markus, Lukas, Johannes; die vom Evangelisten Lukas verfaßte Apostelgeschichte, vierzehn Briefe des Apostels Paulus, an die Römer, zwei an die Korinther, an die Galater, an die Epheser, an die Philipper, an die Kolosser, zwei an die Thessalonicher, zwei an Timotheus, an Titus, an Philemon, an die Hebräer; zwei (Briefe) des Apostels Petrus, drei des Apostels Johannes, einer des Apostels Jakobus, einer des Apostels Judas und die Offenbarung des Apostels Johannes. Wer aber diese Bücher nicht vollständig mit allen ihren Teilen, wie sie in der katholischen Kirche gelesen zu werden pflegen und in der alten lateinischen Vulgata-Ausgabe enthalten sind, als heilig und kanonisch anerkennt und die vorher erwähnten Überlieferungen wissentlich und absichtlich verachtet: der sei mit dem Anathema belegt. DH 1501 ff
"Wenn Luthers Rechtfertigungslehre "letztlich absolut falsch" ist, wie Sie schreiben, wie ist es dann möglich, dass es zu einer Gemeinsamen (päpstlich-lutherischen) Erklärung zur Rechtfertigungslehre (verkündet am Reformationstag 1999) kommen konnte..." Von diesem Dokument halte ich persönlich nichts und halte es für einen Fehler. Kard. Ratzinger war dazu übrigens eher verhalten. Und der letzte (damals) lebende andere große deutsche Dogmatiker, Kard. Scheffczyk hat harsche Kritik an der Erklärung getätigt. Zu Recht.
Katholisches Verständnis der Rechtfertigung: Definition der Rechtfertigung: Sie ist "eine Überführung (...) von dem Stand, in dem der Mensch als Sohn des ersten Adam geboren wird, in den Stand der Gnade und ‚der Annahme unter die Söhne‘ [Röm 8,15] Gottes, durch den zweiten Adam, unseren Erlöser Jesus Christus" (Trient, Rechtf. cap. 4, DH 1524) Die Rechtfertigung nimmt bei Erwachsenen "ihren Anfang von Gottes zuvorkommender Gnade durch Christus Jesus (...), das heißt, von seinem Ruf" -> Gnade geht dem menschlichen Tun voraus (Trient, Rechtf. cap. 5) Aber: der Mensch muss "sich durch freie Zustimmung und Mitwirkung mit dieser Gnade [Trient Rechtfert., Kan. 4 und 5] zu seiner eigenen Rechtfertigung (...) bekehren" -> kein bloßes passives Geschehen am Sünder (wie Luther), Gnade und Freiheit des Menschen wirken ineinander (ohne genaues Wie). Das Konzil von Trient weist besonders in folgenden Punkten die Rechtfertigungslehre der Reformatoren zurück: - Entscheidende Differenz: Ablehnung jeder menschlichen Mitwirkung im Rechtfertigungsprozess. (= so von Luther behauptet) - Empfang der Rechtfertigung "allein durch den Glauben" (= so von Luther behauptet)
nach kath. Verständnis gibt es IMMER ein MITWIRKEN des Menschen beim Rechtfertigungsprozeß. Schon Augustinus sagt: "qui fecit te sine te, non te iustificat sine te" (der dich ohne dich geschaffen hat, rechtfertigt dich nicht ohne dich) (serm. 169,11,131) --- Luther sagt hingegen: - Gott hat uns - ohne uns - durch die Satisfaktion Christi gerecht gemacht -> diese "fremde Gerechtigkeit" wird von Gott an uns herangetragen (es geht nicht um unsere eigene Leistung). - "sola gratia" "nur die Gnade" ist der typisch reformatorische Gedanke in Bezug auf den Rechtfertigungsprozess. - Die Rechtfertigung bleibt ganz Sache Gottes, sie wird zugesprochen; von uns wird sie nur im Glauben ergriffen (fides apprehensiva) - Gute Werke sind nur Folgen des Glaubens. - In der Confessio Augustana (1530) explizit: "4. Von der Rechtfertigung: Weiter wird gelehrt, dass wir Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit vor Gott nicht erlangen mögen durch unser Verdienst, Werk und Genugtun, sondern dass wir Vergebung der Sünde bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnaden, um Christi willen, durch den Glauben, wenn wir glauben, dass Christus für ums gelitten habe, und dass uns um seinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird. Denn diesen Glauben will Gott als Gerechtigkeit vor ihm halten und zurechnen, wie St. Paulus sagt zu den Römern Kap. 3 und 4." ----- Es folgt die Differenz in der kath. Position.