Tina 13

Das Grinsen von Lars Klingbeil bei der gestrigen Pressekonferenz mit Friedrich Merz verrät: Der eigentliche Wahlgewinner ist trotz historisch schlechtem Ergebnis die SPD. Grund dafür ist allein die Machtgeilheit des selbst eingebrandmauerten Friedrich Merz. Während die Ampel-Regierung an der Haushaltsdebatte scheiterte, will Merz nächste Woche ein »Sondervermögen« mit 500 Milliarden Euro beschließen lassen — vom alten, abgewählten Bundestag, wohlgemerkt. Außerdem kündigt er an, mit der angestrebten Angola-Koalition mit der SPD die Schuldenbremse auszuhebeln. Die neue Bundesregierung ist noch gar nicht im Amt – aber macht schon jetzt die größten Schulden der Geschichte.
»Das ist schon eine deutliche Niederlage für die Union«, empört sich der JU-Vorsitzender Johannes Winkel: »Die Botschaft ist: Lieber bequeme Schulden machen als unbequeme Reformen anzugehen.«
Das ist genau das Gegenteil von dem, womit die Union in den Wahlkampf gegangen ist. Damit ist es auch der größte Wählerbetrug …Mehr

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3) LÜGE UND BETRUG
Die Wahrheit wird heute vielfach in Frage gestellt und Lüge und Betrug sind an der Tagesordnung. Der eine verkauft seine Wohnung und behauptet, dass die Bausubstanz optimal sei. Aber bereits nach einem halben Jahr muss der Käufer feststellen, dass der Verputz herunterbröckelt. Ein anderer verkauft sein gebrauchtes Auto und erklärt, dass der Wagen 50.000 Kilometer gefahren sei. In Wirklichkeit hat er vorher den Kilometerzähler um 20.000 km zurückgedreht. Der Lederwarenhändler beteuert, dass die Handtasche aus echtem Leder sei, und dann war es eben doch nur Kunstleder. Beim Kauf eines Hemdes schwört der Verkäufer, dass es sich um hundertprozentige Baumwolle handle, und wenn man das erste Mal schwitzt, stinkt es nach Kunststoff. Beim Kauf eines Spiegels ist von echtem Kristall die Rede, und dann stellt sich heraus, dass es ein ganz gewöhnliches Glas ist. Bei der Versicherung wird einem erklärt, dass alle Unfälle abgedeckt seien, und wenn man dann eine Entschädigung braucht, ist genau dieser Unfall nicht vorgesehen. Zur Weihnachtszeit kommt ein Brief mit der Bitte um eine Spendefür arme Waisenkinder in Mogadischu, und zwei Wochen später erfährt man aus der Zeitung, dass hinter dieser Spendenaktion eine Betrügerbande stand usw. usf. Für viele Menschen ist das Lügen schon so zur Gewohnheit geworden, dass sie es gar nicht mehr merken.