Die Allversöhnungslehre im Fatimagebet.
Mehrere hatten sich bereits daran gestört, dass wir uns nach jedem Rosenkranzgesätz im Fatima-Gebet an Jesus mit der folgenden Bitte wenden: "Führe alle Seelen in den Himmel…". Manche ersetzten es dann durch "Führe die armen Seelen in den Himmel…", was aber nicht dem Original-Gebet entspricht.
Wenn wir Jesus um etwas bitten, müssen wir das mit Vertrauen tun, ja, wir sollten gar glauben, wir hätten das Erbetene bereits erhalten. So müssen wir auch glauben, dass Jesus alle Seelen in den Himmel führt, sollten wir obiges Fatima-Gebet tatsächlich beten. Möglicherweise führt dann Jesus doch nicht alle Seelen in den Himmel, aber wir müssen dies zumindest glauben. Wir müssen also an die Allversöhnunglehre glauben oder dieses Gebet eben sein lassen.
Die Verbrecherbelohnung im Fatimagebet.
Bereits Felicitas Küble hatte sich über den Zusatz "besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen" gewundert. Was soll das heißen? Nun, da wir ja …Mehr
Ein weiterer Hinweis auf die ursprüngliche Version des Fatimagebetes „O mein Jesus, …":
Die Erscheinung vom 13. Juli 1917 - Katholisches
Und dort die erste Fußnote.
"Wenn Ihr den Rosenkranz betet, sagt nach jedem Geheimnis: ‚O mein Jesus, vergib uns und befreie uns von den Feuern der Hölle, nimm alle Seelen auf in den Himmel, und hilf besonders denen, die es am meisten brauchen.‘1"
Der Satzteil "nimm alle Seelen auf in den Himmel" enthält eben die Allversöhnunslehre, denn wir müssen schon glauben, dass unsere Bitte erhört wird.
O mein Jesus, … , bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene …“ .
„Führe alle Seelen in den Himmel“ heißt doch, „Bewahre alle Seelen vor dem Feuer der Hölle“. Man könnte somit, zwar in schlechtem Deutsch, aber ohne Sinnentstellung beten: „ O mein Jesus, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, bewahre alle Seelen vor dem Feuer der Hölle, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“ Solch ein Gebet hat die Muttergottes wohl nicht verfasst.
Woher wissen wir eigentlich, dass mit „alle Seelen“ nicht die armen Seelen gemeint sind? Dann würde das Gebet einen Sinn ergeben. Es würde heißen: „O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle armen Seelen in den Himmel, besonders jene, die am verlassensten sind.“
Die Katholiken beten für die armen Seelen und die Priester lesen heilige Messen für die in Christus verstorbenen, obwohl doch alle, die uns „im Zeichen des Glaubens vorangegangen und im Frieden entschlafen sind“, sicher einmal in den Himmel kommen. Das Gebet für die armen Seelen ist ein Akt der Nächstenliebe, der ihre Leiden lindert und Hilfe, Trost und baldige Erlösung aus dem Reinigungsort bringen will.
In unserer glaubenslosen Zeit sind die armen Seelen besonders verlassen. Im Religionsunterricht wird nicht mehr davon geredet, auf den Kanzeln sind sie unbekannt und bei Trauergottesdiensten betet man den glorreichen Rosenkranz, weil sich niemand vorstellen kann, dass der Verstorbene noch etwas abzubüßen hat. Die Schismatiker leugnen den Reinigungsort und die anderen Religionen kennen ohnehin kein Purgatorium. Millionen Verstorbener warten vergeblich auf Hilfe. Ob die Königin der Propheten dies nicht alles vorausgesehen hat und in Fatima schon im Voraus um Hilde bemüht war?
Beim Fatimagebet ist es meines Erachtens wichtig, eine seriöse Quelle mit dem genauen Wortlaut zu finden. Dann erst kann man feststellen, ob das Gebet vom Himmel kommt oder ob es vom Himmel kommt und von Modernisten verändert wurde oder ob ein „vorlautes Dinrdl“ es in die Welt gesetzt hat.
Mit der Frage nach der Quelle und dem Wortlaut hat sich zum Beispiel die Internetseite Neue Ungereimtheit bezüglich Fatima entdeckt - Wissenswertes befasst.
Erst mal danke für diese Verlinkung. Ich wusste von der Fegefeuer-Version. Der portugiesische Pater Almira von der Petrus-Bruderschaft in München hat sie mir aber nicht bestätigt, also habe ich sie auch nicht erwähnt. Von der verlinkten Darstellung wusste ich allerdings noch nicht.
Wir haben also nun zwei Versionen:
Erstens die Version, auf denen der Vater von Francesco und Jacinta bestand:
Oh mein Jesus, vergib uns, verschone uns vor dem Feuer der Hölle und befreie die Seelen aus dem Fegefeuer, besonders die am meisten verlassenen.
und zweitens die Version in den Memoiren von Schwester Lucia:
Oh mein Jesus, vergib uns, verschone uns vor den Feuern der Hölle, nimm alle kleinen Seelen in den Himmel auf, vor allem die, die es am nötigsten haben.
Die ersten wäre mit dem katholischen Glauben konform, die zweite aber nicht. Unter allen kleinen Seelen die Armen Seelen zu verstehen geht halt nicht. Der Zusatz "am nötigsten haben" macht dies völlig unmöglich.
Der Bischof von Leiria-Fatima schrieb Lucia dauernd an, um noch mehr Botschaften zu bekommen, und bekam sie dann auch in Fülle, wobei dann im Nachinein alles (oder fast alles) dem 13. Juli zugeordnet wurde. Doch hat seine Autorität offenbar nicht ausgereicht, um die eine (welche nun?) angeblich von der Gottesmutter stammende Version durchzusetzen. Stattdessen setzte sich offenbar der Opus-Dei-Gründer durch.
Prinzipiell sind die Apostel und ihre Nachfolger beauftragt, das Evangelium zu verkünden und nicht irgendweleche Puten, die sich zehnjährig schon als Lehrer der Erwachsenen aufspielen.
Hätte sich die Gottesmutter tatsächlich in den Lehrauftrag eingemischt, wäre sie wohl auch fähig gewesen, solche Boten auszuwählen, die den Text eindeutig weitergeben hätten können. Und hätte sie wie hier Analphabeten gewählt, dann hätte dies trotzdem klappen müssen.
Die Ungereimtheiten gehen ja weiter. Als nächstes nehme ich die Engelsgebete dran.
Die Mutter Gottes wurde vielfach mißachtet - wo sind die Sühnungssamstage und sogar den von ihr gewünschten Gebetstext zu ändern – wen wundert das
Ist ja schön, wenn Sie die Sühnesamstage halten, aber bilden Sie sich nicht ein, dass Sie sich dann bereits den Himmel gesichert haben.
Und verwechseln Sie die Göre nicht mit der Gottesmutter.
Die Weisheit Gottes spricht im Evangelium. Im Gleichnis vom Sämann spricht sie vom Samen, der auf felsigen Boden fällt. Er schlägt schnell Wurzeln; diese aber gehen nicht tief, und so verdorrt die Pflanze. Ebenso kann man sich nicht innerhalb kurzer Zeit (vier Monate) das Seelenheit sichern. Nur wer bis ans Ende ausharrt, wird gerettet.
Die Sühnesamstage enthalten halt auch eine Lehre, die den Ohren schmeichelt. Da brauchen Sie nicht mehr Gewalt anzuwenden, um das Himmelreich zu gewinnen.
Ja wenn man lange genug sucht findet man immer etwas auszusetzen oder zu ignorieren. Warum kann nicht einfach annehmen. Wir schwer tut sich der sogenannte gebildete Mensch doch, die einfache Sprache des Himmel zu akzeptieren.
Etwas? Da kann ich eine ganze Serie starten, um das ganze Putengehabe aufzuzeigen. Eine einfache Sprache sieht anders aus als Ketzerei. In der Regel verstehen es die Bauern oft besser, die religiösen Wahrheiten auszudrücken, als bezahlte Theologen. Hier und in ähnlichen Fällen geht es aber nicht um Bauern, sondern um eingebildete Puten, die in ihrer kindlichen Wichtigtuerei Fehler auf Fehler häufen und lügen, dass sich die Balken biegen. Dazu aber später. Wie gesagt, Fatima ist eine ganze Serie von Falschheiten.
Ich kenne oder besser gesagt: kannte persönlich eine Pute, die einen Pfarrer zu Fall gebracht hat, weil er so blöd war und sich von ihr einwickeln ließ.
Ich verstehe das so: Man betet darum, dass Gott alle Seelen in den Himmel führen möge. Die Allerlösungstheorie lehrt ja, dass jeder in den Himmel kommt, egal was er tut und ob er seine Sünden bereut. Im Fatima-Gebet beten wir, dass Gott die Seelen zum Himmel führe. Es ist von Führung zum Himmel die Rede. Das bedeutet natürlich, dass sie umkehren und ein heiliges Leben führen und nicht dass sie einfach so in den Himmel kommen. Wir dürfen doch darum beten, dass alle Menschen sich bekehren und der Herr sie dahin führt. Das hat nichts mit der Allerlösungstheorie und auch nichts mit den Wandlungsworten zu tun
Das Verb führen ist der Kausativ zum Verb fahren und bedeutet nicht, wie jemand hier bereits geschrieben hat, den Weg zu zeigen. Jemanden in den Himmel führen bedeutet also, zu bewirken, dass er in den Himmel fährt.
Wenn wir um etwas bitten, sollen wir das mit großem Vertrauen tun, ja, wir sollen gar glauben, das Erbetene bereits erhalten zu haben, hier also, dass alle Seelen in den Himmel kommen. Und sollte es nicht so sein, wir haben das (die Allversöhnungslehre also) wenigstens zu glauben oder wir bitten gleich gar nicht darum.
Warum denn spricht die Kirche vom Blut, das für viele, nicht aber für alle vergossen wird?
Nun gut, das hat das Dirndl halt nicht gewusst, aber das Maul aufreißen müssen.
Abseits der Putensprache (alle, niemand, nur, ewig) hätte.man dieses Gebet so formulieren können: "führe (möglichst) viele Seelen in den Himmel".
Bei Fatima ist ja nahezu alles falsch. Jeder einzelne Absatz ist da falsch. Aber wenn man glaubt, dass da die Gottesmutter gesprochen hat, dann versteht man es auch, alles zurechtzubiegen.
Nur: Hätte die Gottesmutter selbst gesprochen und nicht ein wichtigtuerisches Dirndl, dann hätte sie es auch verstanden, sich korrekt auszudrücken.
Frage, weil ich mich da nicht auskenne: In welcher Sprache hat die Gottesmutter in Fatima gesprochen und wie sieht es im Original aus mit den Worten?
Die Gottesmutter hat da natürlich gar nicht gesprochen, Lucia aber hat sicher Portugiesisch (einen portugiesischen Dialekt) gesprochen. Portugiesisch gilt als die genaueste Lateintochter. In der lateinischen Version wird "führen" mit "perducere" (nach Georges: "an den Ort seiner Bestimmung hinführen, hinbringen") wiedergegeben.
Leicht abgewandelt, deducere statt perducere, findet dieses Wort etwa im Beerdigungssatz 'Ins Paradies mögen Engel dich geleiten" Verwendung.
Sie haben - nicht beleidigend gemeind - in ihrer Betansicht einen Denkfehler! Sie meinen, grob gesagt, über das Gebet Gott und die Menschen zwingen zu können, etwas zu tun.
"Führe alle Seelen..." bedeutet nicht die Allerlösung, sondern dass Jesus den Sündern den Weg, die Wahrheit und das (ewige) Leben aufzeigen und damit hinführen solle. Eine Bitte, die der Sünder/Seele annehmen kann oder nicht.
Bei ihrer Ansicht würde die Freiheit des Menschen nicht beachtet, wie es in der russischen Orthodoxie üblich ist. Gott will aber freie, ungezwungene Liebe zu ihm.
Wir können beten, was und wie wir wollen: Gott (Jesus) lässt sich nur durch einen katholischen Priester in die Eucharistie "zwingen", sonst nichts.
"Bleiben meine Worte in euch, dann bittet, um was ihr wollt, ihr werdet es erhalten."
Im Fatima-Gebet bittet man doch Jesus, die Freiheit des Menschen zu missachten und jeden Menschen, ob er will oder nicht, in den Himmel zu führen. Der Erfinderin dieses Gebetes, nicht mir, müssen Sie den Denkfehler vorwerfen.
Jemanden in den Himmel führen heißt nicht nur, ihm den Weg zu zeigen, sondern auch, ihn dorthin zu bringen; "führen" ist der Kausativ zu "fahren", bedeutet hier, zu bewirken, dass er in den Himmel fährt.
Wie erhaben ist dagegen Jesu Hohepriesterliches Gebet im Johannes-Evangelium (Kapitel 17): "…nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast". Da riecht gar nichts nach Allversöhnungslehre.