hl. Lullus - Gedenktag: am 16. Oktober.
Hl. Lullus
erster Erzbischof von Mainz
* um 705 in Wessex in England
† 16. Oktober 786 in Hersfeld in Hessen
Lullus kam als Kind ins Kloster Malmesbury und wurde dann Mönch. Er lernte 737 bei einer Wallfahrt in Rom Bonifatius kennen und zog mit ihm nach Germanien, um ihm bei der Verkündigung des Evangeliums beizustehen. Zunächst war er wohl Schüler des um 725 gegründeten Benediktinerklosters in Ohrdruf, das unter Leitung des Abtes Wigbert stand. 746 wurde Lullus Archidiakon, bald darauf Priester 751 reiste er im Auftrag von Bonifatius nach Rom, um das Exemtionsprivileg - das das Kloster aus der fränkischen Kirchenorganisation ausgliederte und rechtlich direkt dem Papst unterstellte - für das Kloster Fulda zu erwirken. 752 setzte Bonifatius Lullus als Chorbischof in Mainz und zu seinem Koadjutor ein, 753 auf einem Reichstag zu seinem Nachfolger als Bischof von Mainz. Lullus gliederte seiner Diözese die verwaisten Bistümer Erfurt und Buraburg - das heutige Fritzlar - ein. Als Bonifatius 754 ermordet wurde, ließ Lullus dessen Gebeine aus Dokkum holen und im Kloster Fulda beisetzten.
763 bis 765 stand Lullus in heftigen Auseinandersetzungen mit Sturmius wegen der Exemtion des Benediktinerklosters Fulda. 769 gründete Lullus das Kloster Hersfeld an der Stelle, an der Sturmius schon 736 eine Missionsstation gegründet hatte. 775 wurd das Kloster Hersfeld durch Karl den Großen zum Reichskloster erhoben. 780 ließ Lullus die Gebeine von Wigbert nach Hersfeld überführen, wodurch das Kloster zur Wallfahrtsstation für viele Pilger wurde. Um 781 ernannte der Papst Lullus zum ersten Erzbischof von Mainz.
Lullus starb nach segensreichem Wirken im Benediktinerkloster Hersfeld und wurde dort bestattet. Er gilt als Gründer der Stadt, ihm zu Ehren wird jedes Jahr an seinem Gedenktag das wohl ältestn Volksfest Deutschlands, das Lullusfest, gefeiert.
Erhalten ist eine Sammlung von 150 Briefen von Bonifatius und Lullus, die sie in ihrer Amtstätigkeit als Bischöfe und Erzbischöfe geschrieben haben. * In einem Lullus zugerechneten Brief berichtet er von der Nahtoderfahrung eines seiner Priester: Er sagte nämlich, er habe infolge des Schmerzes einer heftigen Erkrankung plötzlich die Schwere des Körpers verloren. Und es sei ganz ähnlich im Vergleich, wie wenn die Augen eines Menschen mit sehendem und wachen Zustand plötzlich mit der dichtesten Decke verhülle und nun die Hülle plötzlich wegnehme und jetzt alles sichtbar sei, was bisher unsichtbar, verhüllt und unbekannt war. So sei ihm nach Entfernung der Hülle des irdischen Fleisches die ganze Welt vereinigt vor Augen gewesen, so daß er alle Länder, Völker und Meere der Welt mit einem Blick übersah. Und nach dem Austritt aus dem Körper hätten ihn die Engel in Empfang genommen, deren Klarheit und Glanz so groß war, daß er des allzugroßen Glanzes wegen keinesfalls zu ihnen aufschauen konnte. Diese sangen mit lieblichen und wohllautenden Stimmen: 'Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm und züchtige mich nicht in deinem Zorn.'
* Briefe des Bonifatius. Unter Benützung der Übersetzungen von M. Tangl und Ph.H. Külb neu bearb. von Reinhold Rau. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1968
Hl. Lullus - Gedenktag: am 16. Oktober
erster Erzbischof von Mainz
* um 705 in Wessex in England
† 16. Oktober 786 in Hersfeld in Hessen
Lullus kam als Kind ins Kloster Malmesbury und wurde dann Mönch. Er lernte 737 bei einer Wallfahrt in Rom Bonifatius kennen und zog mit ihm nach Germanien, um ihm bei der Verkündigung des Evangeliums beizustehen. Zunächst war er wohl Schüler des um 725 gegründeten Benediktinerklosters in Ohrdruf, das unter Leitung des Abtes Wigbert stand. 746 wurde Lullus Archidiakon, bald darauf Priester 751 reiste er im Auftrag von Bonifatius nach Rom, um das Exemtionsprivileg - das das Kloster aus der fränkischen Kirchenorganisation ausgliederte und rechtlich direkt dem Papst unterstellte - für das Kloster Fulda zu erwirken. 752 setzte Bonifatius Lullus als Chorbischof in Mainz und zu seinem Koadjutor ein, 753 auf einem Reichstag zu seinem Nachfolger als Bischof von Mainz. Lullus gliederte seiner Diözese die verwaisten Bistümer Erfurt und Buraburg - das heutige Fritzlar - ein. Als Bonifatius 754 ermordet wurde, ließ Lullus dessen Gebeine aus Dokkum holen und im Kloster Fulda beisetzten.
763 bis 765 stand Lullus in heftigen Auseinandersetzungen mit Sturmius wegen der Exemtion des Benediktinerklosters Fulda. 769 gründete Lullus das Kloster Hersfeld an der Stelle, an der Sturmius schon 736 eine Missionsstation gegründet hatte. 775 wurd das Kloster Hersfeld durch Karl den Großen zum Reichskloster erhoben. 780 ließ Lullus die Gebeine von Wigbert nach Hersfeld überführen, wodurch das Kloster zur Wallfahrtsstation für viele Pilger wurde. Um 781 ernannte der Papst Lullus zum ersten Erzbischof von Mainz.
Lullus starb nach segensreichem Wirken im Benediktinerkloster Hersfeld und wurde dort bestattet. Er gilt als Gründer der Stadt, ihm zu Ehren wird jedes Jahr an seinem Gedenktag das wohl ältestn Volksfest Deutschlands, das Lullusfest, gefeiert.
Erhalten ist eine Sammlung von 150 Briefen von Bonifatius und Lullus, die sie in ihrer Amtstätigkeit als Bischöfe und Erzbischöfe geschrieben haben. * In einem Lullus zugerechneten Brief berichtet er von der Nahtoderfahrung eines seiner Priester: Er sagte nämlich, er habe infolge des Schmerzes einer heftigen Erkrankung plötzlich die Schwere des Körpers verloren. Und es sei ganz ähnlich im Vergleich, wie wenn die Augen eines Menschen mit sehendem und wachen Zustand plötzlich mit der dichtesten Decke verhülle und nun die Hülle plötzlich wegnehme und jetzt alles sichtbar sei, was bisher unsichtbar, verhüllt und unbekannt war. So sei ihm nach Entfernung der Hülle des irdischen Fleisches die ganze Welt vereinigt vor Augen gewesen, so daß er alle Länder, Völker und Meere der Welt mit einem Blick übersah. Und nach dem Austritt aus dem Körper hätten ihn die Engel in Empfang genommen, deren Klarheit und Glanz so groß war, daß er des allzugroßen Glanzes wegen keinesfalls zu ihnen aufschauen konnte. Diese sangen mit lieblichen und wohllautenden Stimmen: 'Herr, strafe mich nicht in Deinem Grimm und züchtige mich nicht in deinem Zorn.'
* Briefe des Bonifatius. Unter Benützung der Übersetzungen von M. Tangl und Ph.H. Külb neu bearb. von Reinhold Rau. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1968
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Acta Sanctorum
Ägidius, Einsiedler, Gründer des Klosters St-Gilles
Alexander, Märtyrer, und Victor, Märtyrer
Amandus, Einsiedler, und Junianus, Einsiedler
Ambrosius von Alexandria, Diakon, Wohltäter, Bekenner
Ambrosius, Bischof von Cahors
Ambrosius von Corbara, Ordensmann, Bekenner
Anastasius von Cluny, Mönch
Anicet Koplinski, Priester, Mönch, Märtyrer, und Josef Jankowski, Ordensmann, Priester, Märtyrer
Antiochus, Erzbischof von Lyon
Arnulf, Bischof von Lyon, identisch mit Arnulf, Bischof von Soissons
Arnulf, Bischof von Metz (Übertragung der Gebeine)
Augustinus Thevarparampil Kunjachan, Priester
Balderich, Klostergründer, Abt in Montfaucon
Balduin von Exeter, Mönch, Bischof von Worcester, Erzbischof von Canterbury
Baldwin, Kanoniker, Märtyrer
Balduin von Bocla, Mönch, Einsiedler, Klostergründer
Bassian, Märtyrer
anonymer Bekenner in Péronne bei St-Quentin, Gefährte von Franziskus von Assisi
Benedikt, Bischof
Berarius I., Bischof von Le Mans
Bercharius, erster Abt in Hautvillers, Klostergründer in Montier-en-Der, Märtyrer
Bernerius, Einsiedler
Bernhard von Calvó, Abt in Santes Creus, Bischof von Vich
Bertha von Val d'Or, Klostergründerin und erste Äbtissin in Avenay, Märtyrerin
Bertrand, Bischof von Comminges
Bolonia, Jungfrau, Märtyrerin
Bonaventura von Agrigento, Ordensmann, Bekenner
Bonita, Jungfrau
Cecra, Märtyrer, und 270 Gefährten, Märtyrer
Celinia, Mutter
Cerbonius, Bischof von Populonia
Colmán, Abtbischof von Cill Ruaidh / Kilroot
Conoganus, Einsiedler, Bischof von Quimper
in Mailand und im ambrosianischen Teil des Bistums Lugano: Contardo Ferrini, Professor
Decentius, Bischof, Märtyrer, verehrt in der ehemaligen Jesuitenkirche, der Schutzengelkirche in Eichstädt
Didacus, Herzog, Bekenner
Dulcidius, Bischof von Agen
Eliphius, Diakon, Märtyrer
Elisa, Prophet
Eremberta, erste Äbtissin in Wierre
Euphemia, Jungfrau, Märtyrerin, verehrt in Clermond in der Auvergne, wohl identisch mit Euphemia, Märtyrerin
Evodius, Mönch, Bischof von Uzala, Märtyrer
in Amiens: Firminus der Ältere, Bischof von Amiens, Märtyrer (Niederlegung der Gebeine)
Florentinus, Bischof von Tongern oder Trier
Franziskus Thomassinus, Ordensmann
Friedrich, Bischof von Pavia (?), Abt in Graditz, Märtyrer
Frideburga, Äbtissin in Metz
Gabriel, Erzengel
Gallus, Einsiedler, Glaubensbote am Bodensee
Gauderich von Languedoc (von Perpignan), Hirte
Georg von Erballio, Ordensmann
Gerhard von Claravalle, Abt in Clairvaux, Märtyrer
Gerhard Majella, Laienbruder, Mystiker
Germanus von St-Germain, Einsiedler, Märtyrer
Gratus, Einsiedler, Märtyrer, und Ansutus, Einsiedler, Märtyrer
Gurdanius, Einsiedler
Gundisalvus von Lagos, Ordensmann, Priester
Hedwig von Andechs, Herzogin von Schlesien
Heriburg, erste Äbtissin in Nottuln
Johannes (Jean-Baptiste) Baptist Berthier, Priester, Ordensgründer
im Kamillanerorden: Josefina Vannini, Ordensgründerin
Julianus, Bekenner, wohl identisch mit Junianus
Junianus, Einsiedler, und Amandus, Einsiedler
Kiara (Cera), Äbtissin in Kilkeary / in Muskerry
Leobonus, Einsiedler
Leontios, Märtyrer, und Domitios, Märtyrer, und Terentios, Märtyrer, und Domninos, Märtyrer
Longinus, Soldat, Märtyrer (?)
Lucian von Beauvais, Priester, Missionar, Märtyrer (Übertragung der Gebeine), und Maximianus, Märtyrer (Übertragung der Gebeine), und Julianus, Märtyrer (Übertragung der Gebeine)
Luitgard von Wittichen, Klostergründerin, Mystikerin
Lullus, erster Erzbischof von Mainz
Magnobod, Bischof von Angers
Maleos „Thaumaturgos”, Einsiedler
Margareta Maria Alacoque, Nonne, Mystikerin
Mariä Reinheit
Maria Tomasi
Maria Sophie Watteyne, Generaloberin
in Kanada: Maria Margareta d'Youville (Dufrost de Lajemmerais), Ordensgründerin, Mystikerin
Martinianus, Märtyrer, und Saturianus, Märtyrer, und deren 2 Brüder, Märtyrer, und Maxima, Jungfrau
270 Märtyrer
Michael, Erzengel (Erscheinung auf dem Monte Tumba [Mont St-Michel] und Widmung der Kirche)
Mummolenus, Ordensmann, Klostergründer, Bischof von Noyon und Tournai
Oda von Amay, Wohltäterin
Palmius von Palermo, Märtyrer
bei den Müttern der Verlassenen und vom heiligen Josef vom Gebirge und im Bistum Málaga: Petra vom heiligen Josef vom Gebirge, Ordensgründerin
im Piaristenorden: Petrus von der Geburt der seligen Jungfrau Maria Casani, Priester, Ordensmann
Philippa von Chalonia, Klarissin, wohl identisch mit Philippa von Chante-Milan
Priscus, Märtyrer am Fluss Eure bei Chartres, identisch mit Priscus, und Hilarius, Märtyrer => Priscus
Reiner von Park, Mönch, Märtyrer (Todestag), und sechs Gefährten
in Wales: Richard Gwyn, Märtyrer
Rusticus, Priester, Märtyrer, und Eleutherius, Diakon, Märtyrer
Salvius, Mönch (?), Einsiedler, Bekenner / Märtyrer
Saturninus, Märtyrer, und Nereus, Märtyrer, und Mireus, Märtyrer, und Aufidus, Märtyrer, und 365 Gefährten, Märtyrer
Sergius, Herzog, und Margarete, seine Frau
Silvanus von Ahun, Märtyrer
in Poitiers: Solina, Jungfrau, Märtyrerin
Sussus, Märtyrer
Victuria, Märtyrerin, wohl identisch mit Victoria (Victor), und Nobilitana, Märtyrerin in Alexandria, wohl identisch mit Nobilitanus (Jubilitanus)
Vincentius von Magny-Cours, Einsiedler, Pfarrer
Vitalis, Mönch, Einsiedler
Walderic (Gauderich) von Languedoc (von Perpignan), Hirte
Witburga, Jungfrau, Reklusin
Weihe der neuen Basilika (Sainte-Croix) in der ehemaligen Abtei in Chelles
in Die im Departement de la Drôme: Weihe der Kathedrale an Maria im Jahr 1200
Weihe der alten Kirche der Jesuiten in Lille an die unbefleckte Empfängnis der Maria, heute die Kirche Saint-Etienne
im Bistum Mondoñedo-Ferrol: Weihe der Kathedrale in Mondoñedo 1
im Bistum Plasencia: Weihe der Kathedrale
Weihe der Kirche der ehemaligen Abtei Saint-Ouen in Rouen an Aldowin von Rouen
im Bistum Teruel y Albarracín: Weihe der Kathedrale
1 ▲ tatsächlich wird der Gedenktag (heute) am 19. Oktober begangen.