Die Heilige Familie ist Vorbild von Väterlichkeit, Mütterlichkeit und Kindsein
Die Heilige Familie ist Vorbild von Väterlichkeit,Mütterlichkeit und Kindsein
Jesus, Maria und Joseph waren ein Vorbild der Tugend,
das wissen wir, wie könnte es auch anders sein, aber
wie die Begnadungen zustandekamen ist schon weniger
bekannt. Es gibt da nämlich interessante Unterschiede.
Jesus war Gott und wurde Mensch im Leibe der aller-
seligsten Jungfrau ganz ohne menschliche Zeugung, ganz
alleine durch Überschattung mit dem Heiligen Geist.
Die Jungfrau Maria war natürlich nicht Gott, aber ohne
jeglichen Makel der Erbsünde im Leib ihrer heiligen
Mutter Anna empfangen, d.h. auch ohne Zutun eines
Mannes, doch es heißt, ihre Eltern hätten sich bei der
Goldenen Pforte umarmt. Somit war die Jungfrau Maria
wie Jesus völlig ohne Sünde mit dem Unterschied, dass
sie nicht Gott war. Für uns ist der Unterschied von außen
so wenig sichtbar wie der Unterschied eines Milchglases
zu einem Glas Wasser (symbolisiert Menschheit), in das
man Milch (symbolisiert Gottheit) schüttet: nämlich
gar keiner, von außen betrachtet. Es ist kein Unterschied
sichtbar. Das Wasserglas mit Milch erscheint genauso
milchig wie das Milchglas. Und dann haben wir noch
die Abstufung zum hl. Joseph, der zwar noch mit der
Erbsünde geboren wurde, doch nach der Geburt schritt-
weise davon befreit wurde, sodass er auch ein ganz
reines Leben führen konnte.
Der hl. Joseph repräsentiert den reinen und gütigen
Haus- und Nährvater, die Jungfrau Maria die Mutter-
schaft, Jesus die Sohnschaft. Weil er der Sohn Gottes
war, wurde sie die Muttergottes.
Die Vaterschaft beschützt in Güte und Gerechtigkeit,
die Mutterschaft zieht auf in Liebe und Zärtlichkeit,
die Sohnschaft gibt sich dem Gehorsam gegenüber
beiden, Gerechtigkeit und Liebe, hin.
Allen ein gesegnetes Fest der Heiligen Familie!