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Dechant kritisiert Verbleib des Kopfinger Pfarrers

(gloria.tv/ PM) In einer heutigen Pressekonferenz im Linzer Presseclub haben Dechant Mag. Erwin Kalteis, Dipl.Päd. Alfred Steininger /Vorstand Pastoralrat Diözese Linz Dekanat Andorf, Dekanatsassistent Mag. Reinhard Wimmer, Diakon Anton Haunold / Pfarrassistent in der Pfarre Zell an der Pram sowie Mag.a Katrin Samhaber /Pastoralassistentin in Raab und geistliche Assistentin der kfb des Dekanates Andorf folgendes Positionspapier mit Unterstützung des Generaldechants Franz Wild vorgetragen:

„Wir als verantwortliche Seelsorger und Seelsorgerinnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen im Leitungsteam des Dekanats Andorf sind von der Entscheidung von Bischof Ludwig Schwarz zur Rücknahme der Entpflichtung von Pfarradministrator Andrzej Skoblicki zutiefst enttäuscht.

In einem längeren Prozess im Vorfeld seiner ersten Entscheidung zur Entpflichtung hat sich Bischof Ludwig Schwarz selbst in einigen Gesprächen mit den Betroffenen in der Pfarre Kopfing ein Bild gemacht, das zur Entscheidung vom 18. September 2011 geführt hat, Pfarradministrator Skoblicki von seinen Aufgaben zu entpflichten. Wir wissen nicht, welche Beweggründe Bischof Schwarz zu einer Revidierung seiner Entscheidung bewogen haben, können aber nur unser Unverständnis darüber ausdrücken.

Schon vor 2 Jahren haben wir als Dekanatsleitung unsere Bedenken bezüglich einer Weiterbestellung von Pfarradministrator Skoblicki übermittelt, haben damals aber leider genauso wenig Gehör gefunden wie in den letzten Tagen, als Bischof Schwarz seine Entscheidung revidiert hat.

Dies führt uns auch zum ersten Beweggrund unseres öffentlichen Auftretens im Rahmen dieser Pressekonferenz.

Wir als Dekanatsleitung tragen in Verbindung mit unserem Dechant Erwin Kalteis die Verantwortung für das pastorale Tun in unserem Dekanat. In den letzten Jahren haben wir sehr viel Zeit und Energie investiert, um die Seelsorge in unserem Dekanat auf eine gute Basis zu stellen (eigene Leitsätze formuliert, Dekanatsprozess gestartet, Dekanatsfeste gefeiert). Die Ereignisse in den letzten Tagen haben uns aber wieder schmerzlich bewusst gemacht, wie wenig Wertschätzung unsere Arbeit durch Bischof Ludwig Schwarz erfährt – sie stellen die pastorale Tätigkeit auf Dekanatsebene grundsätzlich in Frage.

Wir wollen auch unsere Solidarität mit den vielen enttäuschten KatholikInnen in der Pfarre Kopfing bekunden, die sich aufgrund der Aussagen und Versprechen von Bischof Schwarz eine Verbesserung der Pfarrsituation erhofft haben und bereit waren, die Hand zur Versöhnung auszustrecken. Nun sind viele langjährige aktive MitarbeiterInnen der Pfarre Kopfing endgültig enttäuscht und innerlich verletzt. Sie müssen nun – genauso wie wir – wahrnehmen, dass dem Bischof die eigenwillige Spiritualität eines Priesters wichtiger ist als Wohl und Seelenheil einer ganzen Pfarre.
Leider müssen wir eine neue Austrittswelle befürchten.

Wir selbst treten für ein anderes Bild von Kirche ein, als es von Pfarradministrator Skoblicki in Kopfing vertreten wird.

Wir wollen eine einladende Kirche sein, die nach dem Vorbild Jesu Christi allen Menschen bedingungslos dient, die die Brüche der Menschen in ihrem Leben ernst nimmt, die Menschen in ihren Lebenswenden begleitet, die dazu ermutigt, sich und das eigene Leben Gott anzuvertrauen und die die innere Größe und Stärke besitzt, die Vielfalt religiöser Ausdrucksformen auszuhalten, ja zu fördern. Wir stehen für eine Kirche, die die Menschen in den Blick nimmt und ihnen Gottes Heil zuspricht, und sehen uns damit in der Nachfolge der Apostel, die dies zu ihrer Zeit in ihren Worten getan haben, so wie wir das heute in unseren Worten tun.

Wir bedauern zutiefst, dass bei diesen Entwicklungen rund um die Pfarre Kopfing immer wieder verschiedene Wege kirchlichen Lebens gegeneinander ausgespielt werden. Es muss ständig protestiert und demonstriert werden, um Gehör zu finden. Anscheinend werden nur mehr jene wahrgenommen, die am lautesten und eindringlichsten schreien.

Wir finden es schade, dass wir auch auf den medialen Zug aufspringen müssen, aber wir sehen keine andere Chance mehr, unsere Anliegen Bischof Schwarz zu Gehör zu bringen.

Wir wollen besonders jene Menschen nicht aus den Augen verlieren, die am allermeisten von den Entscheidungen des Bischofs betroffen sind: die Mitglieder der Katholischen Kirche in Kopfing. Wir können uns nicht vorstellen, dass durch die Rücknahme der Entpflichtung von Pfarradministrator Skoblicki der bestehende Konflikt auch nur ansatzweise gelöst ist. Um eine endgültige Spaltung der Pfarre Kopfing zu vermeiden und für den Fall, dass eine Neubesetzung nicht unmittelbar möglich ist, fordern wir Bischof Ludwig Schwarz und die Verantwortlichen in der Diözese dazu auf, Begleitmaßnahmen zu setzen, die ein Mehr an Verbindlichkeit haben als die Hoffnung auf den guten Willen der Menschen vor Ort und die eine Lösung des Konflikts direkt zum Ziel haben.

Dazu gehören für uns:

- die Einsetzung eines Mediationsverfahrens, wie es in der Diözese für Konflikte in Pfarren eigentlich üblich ist
- die Bestellung eines erfahrenen pastoralen Begleiters für Pfarradministrator Skoblicki, der ihm in Fragen der Pfarrleitung beratend zur Seite steht
- die Wiederaufnahme des Dialogs mit den NichtbefürworterInnen des Pfarradministrators durch Bischof Ludwig Schwarz persönlich, um diesen deutlicher zu signalisieren, dass sie genauso ein Teil der Kirche sind wie alle anderen ChristInnen in der Diözese Linz

Als Dekanatsleitung tragen wir Verantwortung in unserer Kirche. Darum ist uns der derzeitige Zustand dieser Kirche, der wir uns sehr verbunden fühlen, nicht egal.

Wir ermutigen alle ChristInnen der Katholischen Kirche in Oberösterreich, weiter in ihrer und für ihre Kirche tätig zu sein und am Reich Gottes mitzubauen. Wir vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes, dass er die Diözese in dieser schwierigen Zeit begleitet und führt.“
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TomLuka

@Brinx: schließe mich dieser Meinung voll an 😡 😡

Brinx

Wielki szacunek dla Ks, Andrzeja ! Nein für Liberalismus in der Kirche !! 😡

TomLuka

Ja es wäre wirklich gut für Bischof Schwarz, Hochwürden Wagner zurückzuholen.
😇

Monika Elisabeth

Bischof Schwarz bräuchte einen Gerhard Maria Wagner in seiner Nähe und zwar zur Unterstützung und zur Hilfe. Als Weihbischof.

TomLuka

@Raphael: Ich glaube an Hochwürden Skoblicki. Nachdem er den dritten "Mediator" zum wahren Katholischen Glauben bekehrt haben wird, wird man das Risiko nicht mehr eingehen, weitere "Mediatoren" zu schicken.
😁

Raphael

@Tom Luka
Ja ein
😊 ,aber die fiese "Wir sind Kirche"-Gang da unten hat den lieben Bischof Schwarz anscheinend so in der Mache,dass Sie dem armen Pfarrer von Kopfing(klingt schon so ähnlich wie "der Pfarrer von Ars")mindestens einen "Mediator"(wie das schon klingt,so pseudowisssenschaftlich)auf den Hals hetzen wollen!
Meine Meinung:Alle "Wir sind Kirche"-Leute,die für den ganzen Ärger in dieser Gegend die letzten Jahre zum großen Teil zuständig waren,rausschmeißen!(Schriftliche Wir-sind-Kirche-Distanzierungs-Versprechen von jedem kirchlichen Mitarbeiter einfordern!!!)
Notfalls ausländische Priester einsetzen,die rechtgläubig die Messe feiern!

>>Linzer Priester: Geht den Weg des zivilen Ungehorsams weiter
>>Linzer Laientaufen: Frauenkommission gegen Linzer Bischof
>>Diözese Linz Pfarre Kopfing: Dechanten machen Druck auf Linzer Bischof
>>Die Diözese Linz, die Pfarre Kopfing und journalistische Erkenntnisse
>>"
Lage der Kirche in Österreich"
Vortrag von Pfarrer Wagner, verhinderter Weihbischof von Linz, am 16. Dezember in Wien zur Situation der Kirche in Österreich. Erster Teil.(2010)

TomLuka

Hochwürden Skoblicki bleibt. Darauf einen toast 😊

Loriot

@Elisabeth
"Ich habe zufällig eine Gruppe OÖ-reicher da, (deshalb bin ich noch wach), die wissen nicht einmal was ewige Anbetung ist, geschweige wo es so was gibt."
Das werden vermutlich keine großen Kirchgänger sein, sonst wüssten sie das.
@defensor
"Das gibt es bei uns im Bistum auch."
Super, hohes Lob!
Finden sie auch ein Wort des Lobes für die Diözese Linz?

@Loriot, danke, das nenne ich loyal!
Wenn man diesem Priester da oben auf dem Bild die Stange hält, da haut man dann automatisch feste auf die Diözese Linz? Na super...
Nur feste drauf auf die Diözese Linz - meistens aus weiter Entfernung (siehe conde barroco oder Elisabeth) - wo bleibt euer Komentar zur "Ewigen Anbetung" in Linz?
Ich habe zufällig eine Gruppe OÖ-reicher da, (deshalb bin ich noch wach), die wissen nicht einmal was ewige Anbetung ist, geschweige wo es so was gibt.

Defensor Fidei

wo bleibt euer Komentar zur "Ewigen Anbetung" in Linz?
Glauben Sie, daß es so etwas nur in Linz gibt?
Das gibt es bei uns im Bistum auch.
Plus
- Orte, in denen es 7 Tage die Woche 24 Stunden am Tag Anbetung gibt
- Pfarreien mit mehreren Tage in der Woche 24 Std. Anbetung
- Pfarreien mit regelmäßiger Nachtanbetung
- Pfarreien mit 40 stündigem Gebet
- Kirchen, in denen jeden Tag für mehrere Stunden Anbetung ist

Ja , die Priester...aber doch nicht die Dechanten und DechantInnen..folgender *schluchz-text* sagt alles:
Zitat: In den letzten Jahren haben wir sehr viel Zeit und Energie investiert, um die Seelsorge in unserem Dekanat auf eine gute Basis zu stellen (eigene Leitsätze formuliert, Dekanatsprozess gestartet, Dekanatsfeste gefeiert). Die Ereignisse in den letzten Tagen haben uns aber wieder schmerzlich bewusst gemacht, wie wenig Wertschätzung unsere Arbeit durch Bischof Ludwig Schwarz erfährt – sie stellen die pastorale Tätigkeit auf Dekanatsebene grundsätzlich in Frage
...ahaha...pastorale Tätigkeit... 🤒 🤦

Angelicus DR

Ein Priester ist ja durch sein Weiheamt sowieso
an den Bischof und Papst gebunden.
Will er dort als Eremit leben.

Von wegen Eid ablegen: Mir hat ein Priester das" Papier "gemailt, mit dem "Angelobungstext" , mit dem er sich der pfarrlichen Junta gegenüber zu Gehorsam, Unterwerfung und den Willen, der Allgemeinheit zu dienen, verpflichten hätte müssen.
Er hat die Reißleine gezogen und ist in einen tiefen Wald in Deutschland gewandert.

Angelicus DR

Jeder Priester sowieso, Pastoralassistenten und sonstige Beauftragte
der Diözese müssten bei ihrer Angelobungsfeier einen Eid auf die
kirchliche Lehre und den Papst abgelegt haben und in Übereinstimmung
mit der heiligen römisch katholischen Kirche das Evangelium Jesu Christi
verkündigen. Jeder, der hier zuwiderhandelt ist die Beauftragung
wieder zu entziehen.
Hier scheint ja die Freunderlwirtschaft nur so zu blühen
und S.E. Bischof Ludwig Schwarz überfordert.
Den Weihbischof Wagner hat man ja sofort abgesägt.
Schuld ist dieser extreme Glaubensverfall , sie bringt eine
Häresie nach der anderen zum Vorschein.
Das Reich Satans kann sich immer mehr ausbreiten.
✍️

Angelicus DR

Zwischendurch einmal ein Wort aus der
Heiligen Schrift, genauer gesagt der Apostel Paulus
der sagt: Nicht mehr ich lebe in Christus,sondern
Christus lebt in mir.
Anregung für jeden Priester aber auch jeden
anderen christgläubigen Menschen.

Raphael

Bischof Schwarz hat als Bischof richtig entschieden!Er soll jetzt bitte aber auch die Falle erkennen,die man ihm mit dem Rat, einen Mediator nach Kopfing zu schicken,gestellt hat,und dies nicht zulassen!Diese schlechten Berater scheinen mir mit ihrer eigenwilligen Spiritualität allesamt Vertreter von Organisationen wie"Wir sind Kirche"zu sein.Bischof Schwarz sollte sich klar entscheiden!
Rigorose Vorgehensweise:Könnte man nicht alle kirchlichen Mitarbeiter,Dechanten,PastoralassistenInnen...,die sich zu den nicht mit Rom kompatiblen Vorgaben,Ansichten dieser Initiativen bekennen(schriftliche Distanzierungs-Erklärung unterschreiben lassen),einfach entlassen?Wenn sie für die röm.-kath.Kirche arbeiten,sollten sie sich auch an deren "Spielregeln"halten!Dann wäre sehr schnell Ruhe im Karton...Es geht schließlich um Wesentliches im Glauben!
Es wären zwar sehr viele Stellen plötzlich vakant,aber man könnte sie mit so tüchtigen,jungen ,tief katholischen Priestern wie Pfarrer Andreas aus Polen oder Priestern aus Indien besetzen! 🙏
Im Bistum Limburg hatte jüngst ein Pfarrer schon mal den Mut zu handeln:
Wenn Pfarrgemeinderäte an (ihre eigene) Unfehlbarkeit glauben
Limburg-Eschhofen: Pfarrgemeinderat entzweit sich mit dem Ortspfarrer, weil dieser eine „Wir sind Kirche“-Gruppe ausbremst, die den „Boden des Katholischseins“ verlassen hat. [mehr]
'Da ist nun endgültig der Boden des Katholischen verlassen'
Ein Pfarrer im Bistum Limburg zeigt Mut und lässt sich auch medial von sektiererisch agierenden Anti-Rom-Gruppen nicht unter Druck setzen: "Wir sind Kirche" darf keine kirchlichen Räume mehr benützen [mehr]
Anmaßung und Arroganz bei 'Wir sind Kirche'
Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände zu "Wir-sind-Kirche"-Forderungen nach einer Mitbestimmung bei Bischofsernennungen: "Berechtigter Wunsch" nach einer Verbesserung rechtfertigt in keiner Weise die Androhung von Gewalt [mehr]
Diözese Graz-Seckau distanziert sich von 'Wir sind Kirche'
Die umstrittene Gruppe stellte sich mit Forderungen erneut gegen Rom und behauptete wahrheitswidrige Dinge. Diözese: WSK ignoriert Lehre des 2. Vatikanums [mehr] 😡 😡 😡

Normalbürger

Aber er ist wenigstens ehrlich zu den Menschen. Obwohl er dafür Prügel kassieren muß. Andere reden immer nur von Liebe und Frieden und lassen einen mit manchen Gewissensbissen und Gedanken einfach alleine.

Normalbürger...ja er ist nett, aber durch Jesus hindurch zu den Menschen...und das ist halt nicht allen angenehm.
Besonders denen, die schon lange nicht mehr zur Beichte waren!

a.t.m

Über die neue Kirche:
www.kath.net/detail.php
Besser kann man es nicht beschreiben, als in diesen Beitrag von Hochwürden Pfarrer Sieberer. 👏 🙏 👍 🤗
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Normalbürger

Der Pfarrer scheint doch recht nett zu sein.