Mir vsjem

DIE UNFEHLBARKEIT DES PAPSTES

Die Lehre der Kirche über die Unfehlbarkeit eines wahren Papstes hat ihre Quelle in der Offenbarung der Heiligen Schrift, nach der die Kirche eine Säule und Grundfeste der Wahrheit ist (1 Tim 3,15), auf den Worten des HERRN, dass die Pforten der Hölle seine Kirche nicht überwältigen werden (Mt 16,18), und ER den HEILIGEN GEIST verheißen hat, den Geist der Wahrheit, "der sie alle Wahrheit lehren und in Ewigkeit bei ihnen bleiben werde" (Joh 14 und 16)
ER übergab Petrus die Schlüssel des Himmelreiches und damit all seinen Nachfolgern. "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht wanke. Du aber stärke deine Brüder"
Petrus soll also die anderen im Glauben festigen, hat also vor allen Aposteln den Vorzug, die Verheißung, dass er im Glauben fest und unerschütterlich ist, im Glauben nichts Falsches sagen kann. Soll Petrus seine Brüder im wahren Glauben erhalten, so muß er selbst unerschütterlich darin begründet sein und sie nicht in den Irrtum führen können. Er muss in Glaubensdingen unfehlbar sein.

Nun heute, im 21. Jahrhundert, gehen welche her, die sich Katholiken nennen, und sprechen PETRUS sein Privileg, seine Irrtumslosigkeit im Glauben ab und damit auch seinen Nachfolgern. Dieser Petrus, den CHRISTUS zum Fundament Seiner Kirche gemacht hat und zur Säule des Glaubens, die niemals wankt!
Wäre er selbst nicht fest im Glauben, wie könnte er dann anderen den Glauben vermitteln und festigen?
Diese Fülle der Machtposition des Papstes besteht in seiner obersten Herrschergewalt und richterlichen Vollmacht zu urteilen (zu verurteilen), zu beschließen und zu verweigern.
Die Lehre der Kirche über die Unfehlbarkeit des Papstes ist das Gegenteil von dem, was heute als "Unfehlbarkeit" verstanden und verbreitet wird - sündhafterweise verbreitet wird.

Das Lehramt der Kirche beruht auf der Päpstlichen UNFEHLBARKEIT, das niemals etwas Falsches lehren kann. Die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensdingen und der Sitte ist ein DOGMA, das auch schon vor der Dogmatisierung allgemein geglaubt wurde. Dieses Lehramt kann niemals vom Glauben abirren, niemals einen Irrtum lehren, weil es das göttliche Privileg der UNFEHLBARKEIT erhalten hat. Lehrt ein wahrer Papst in Glaubensdingen und der Moral, lehrt er sozusagen immer von seinem Lehrstuhl aus [ex cathedra] als Oberster Hirte und Wächter, wenn auch nicht in feierlicher Weise, doch verbindlich weil irrtumslos.

Der Papst ist es allein, dem diese Unfehlbarkeit zuteil wurde. Sie ist ihm gegeben worden von CHRISTUS, der die Ewige Wahrheit ist. Der Papst ist also nicht nur unfehlbar bei Dogmenverkündigungen.
Die lehramtliche Glaubensentscheidung, die der Papst allein als oberster Lehrer und Hirte der ganzen Kirche erlässt, ist in sich selbst UNFEHLBAR und bedarf keiner vorherigen Zustimmung anderswoher, z.B. der Bischöfe.
Wenn der Papst in seinem Lehramt uns in die Irre führen könnte, so wäre Gott selbst der Urheber des Irrtums im Menschen.

Hier sieht man, wie abstrus die Behauptung ist und die immer wieder vorgebracht wird, dass der Papst nur bei einer feierlichen Dogmenerklärung unfehlbar sei und nicht in allen Glaubens- und Disziplinarentscheidungen.

Es wurde unlängst sogar behauptet - häretisch behauptet, gesetzgeberische und Disziplinarentscheidungen könnten von einem wahren Papst fehlerhaft und irrtumsbehaftet sein:
"Der Papst ist unfehlbar, wenn er Glaubens- und Moraldogmen festlegt, aber wenn er regiert, können seine gesetzgeberischen und disziplinarischen Handlungen auch unzureichend, unangemessen oder fehlerhaft sein."

DAS IST NICHT DIE LEHRE DER KIRCHE!
Die Päpstliche UNFEHLBARKEIT erstreckt sich überall dort, wo er als Oberster Lehrer der Kirche, als Vicarius Christi, spricht.


Er ist auch unfehlbar in bezug auf die Moral- und Sittenlehre, d.h. jene Lehre, worin Gott uns gesagt hat, was wir tun und meiden sollen, wie wir leben müssen, um Gott zu gefallen und das Heil zu erlangen.
Der Papst ist also auch unfehlbar bezüglich der Sittenlehre, d.h. jene Lehre, worin Gott uns gesagt hat, was wir tun und meiden sollen, wie wir leben müssen, um Gott zu gefallen und das Heil zu erlangen.

Die Kirche hat im Ersten Vatikanischen Konzil die Unfehlbarkeit des Papstes, die immer schon im allgemeinen geglaubt und verteidigt wurde, zum Dogma erhoben. Von da ab ist jeder, der diese Glaubenswahrheit leugnet, kein Katholik mehr, ist von der Kirche getrennt, ausgeschlossen.

Leo XIII.: „Mit göttlichem und katholischem Glauben ist alles zu glauben, was im Wort Gottes, sei es geschrieben oder mündlich überliefert, enthalten ist und von der Kirche, sei es durch einen feierlichen Glaubensentscheid, sei es durch das Ordentliche und Allgemeine Lehramt, als von Gott geoffenbart zu glauben vorgelegt wird." Also, „sei es durch einen feierlichen Glaubensentscheid, sei es durch das Ordentliche Lehramt!

Wer wagt es dann, immer neu und immer wieder auf etwas anderes zu beharren?
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