Einen starken Mann, einen starken Vater, einen starken Bruder, dies zu haben ist biblisch und ja eine Pflicht
Die Frage ist, was unter "Stark sein" verstanden wird. Jesus am Kreuz war äußerlich schwach und wurde deswegen verspottet, in Wirklichkeit war Sein Leben und Sein das stärkste Zeugnis, das jemand überhaupt geben kann.
Friedrich Nietzsche verspottete das Christentum (das sich als einzige Religion für die Armen, Schwachen, Verfolgten, Kranken usw. einsetzt und für sie sorgt) als eine Religion angeblicher "Schwäche" und bewunderte Soldaten, die keine Hemmungen beim Töten und Verletzen anderer haben, als angeblich "Starke" (wohl aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus, denn er selbst war körperlich eher schwach und wäre als Soldat wohl kaum geeignet gewesen).
Was hier - und letztlich auch in obigem Bild! - vermittelt wird, ist eine teuflischer Angriff auf wahre Stärke. Weil man hier die Kraft des Heiligen Geistes, der allein uns wahre Stärke geben kann, außer Betracht lässt, und den Götzen bloß menschlicher Kraft oder Macht in den Mittelpunkt stellt.
Nietzsche meinte, so "stark" zu sein, dass er seine eigene "Moral" einfach in der Willkür erfinden könne. Letztlich offenbarte er dadurch aber nur seine eigene Schwäche und landete am Ende im Wahnsinn (der keine Wahrheit mehr kennt oder anerkennt).