Benjamin Kaiser

Ist Hässlichkeit etwas, das sich anzieht und sich vermehrt, je mehr davon in einer Seele zusammenkommt?
Ich denke, die offizielle, durch den Steuerzahler finanzierte „Kunst“ ist hierfür ein anschauliches Beispiel.
Dabei wäre die Hässlichkeit, die unsere gesamte Kultur wie Sauerteig durchdrungen hat, etwas, von dem sich die Seele reinigen könnte, wenn sie bereit wäre, wieder bei dem einzukehren, von dem die Wahrheit, das Leben, das Reine und das Gute aber auch die Schönheit selbst ausgeht.
Der für die Kirchenlehrer so wichtige Plotin beschreibt das Hässliche in seinen Enneaden als etwas der Seele Fremdes:
„Nehmen wir also eine häßliche, zügellose und ungerechte Seele, vollgepfropft mit sinnlichen Begierden, eine Seele voll Unruhe, voll feiger Furcht, voll kleinlichen Neides, … in ihrem Leben nur von körperlichen Einflüssen abhängig, eine Seele, die am Häßlichen ihre Lust findet: werden wir nun nicht sagen, daß eben diese Häßlichkeit wie ein ihr ursprünglich fremdes Übel an sie herangetreten ist, welches sie schmählich verunstaltet, sie unrein gemacht, sie mit dem Bösen gleichsam durchsäuert hat, so daß sie kein reines Leben, keine reine Empfindung mehr hat, sondern durch die Vermischung mit dem Bösen ein verschwommenes, vielfach vom Tode durchdrungenes Leben führt, nicht mehr das sieht, was eine Seele sehen soll, nicht mehr im Stande ist, bei sich selbst zu bleiben, weil sie stets zum Äußerlichen, Irdischen und Dunkeln hingezogen wird?“
Die Seele hat „durch die Vermischung mit dem Schlechten ein ganz andres Aussehen angenommen; gleichsam wie wenn einer sich in Schlamm oder Schmutz eintaucht und nun nicht mehr seine ursprüngliche Schönheit erscheinen läßt, sondern mit dem gesehen werden muß, was von dem Schlamm und Schmutz sich an ihm festgesetzt hat.“
Plotin, Enneaden

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Norbert Kasper

Das ist der Zweck der Entwicklung der Kunst in den letzten einhundert Jahren. Die Stationen der Entwicklung sind, die figürliche Malerei, (Figur-)aufölsende Epoche, Absirakte Malerei, die nihilistische Epoche, die schmutzige Epoche (Boys), die perverse Epoche, (da wurde auf ein Kreuz mit Jesusdarstellung uriniert und ejakuliert und dann in einer Kirche als Kunstwerk ausgestellt und am Ende steht der reine Satanismus als Kunstepoche, die Teufelsverehrung! - Die Vertreter der dekadenten Epochen wissen es selber ja nicht besser - sie halten das, was sie hervorbringen für Kunst - ein Pinguin ist auch ein Vogel, aber fliegen- naja, das erübrigt sich. Das erinnert mich an "des Kaisers neue Kleider"-man sieht etwas, was garnicht vorhanden ist.