Predigt zum 3. Adventsonntag von P. Leopold Selhofer ORC
Ein Vielzahl von sehr schönen Gedanken. Johannes der Täufer ist wirklich ein adventlicher Heiliger. Die Predigt Johannes des Täufers ist eine wirkliche Adventspredigt. Er ist der Vorläufer, er weist hin auf den Messias, der kommen wird. Und so darf uns Johannes der Täufer ein Heiliger sein, der uns in diesen Tagen des Advents begleitet. Seine Botschaft ist eine überaus deutliche Botschaft. Bringt Früchte Eurer Umkehr! Das möchte Johannes der Täufer auch uns in diesen Tagen des Advents sagen. Was sollen wir also tun? Werke der Barmherzigkeit vollbringen! Diese Werke der Barmherzigkeit sind wesentlich, damit wir uns öffnen, öffnen aus unserem eigenen Ich, öffnen hin zum Nächsten, öffnen für Gott. Gerechtigkeit, rechtes Tun ist ein weiterer Auftrag. Und: Misshandelt niemanden, erpresst niemanden, begnügt Euch mit eurem Sold. Wenn das immer gemacht würde, würde unsere Welt anders aussehen. Johannes predigt die Umkehr, tauft nur mit Wasser, mit Christus wird es dann anders sein. Das, was Johannes aufträgt, ist letztendlich eine Vorbereitung. Da müssen die Menschen mit ihrem eigenen Tun etwas zustande bringen, einige Schritte machen, um dem Messias näher zu kommen. Wenn dann der Messias kommt, wird es ein bisschen anders sein... da kommt zu diesem persönlichen Tun der Umkehr die Gnade Gottes dazu: ER wird kommen mit dem Hl. Geist, ER wird dann mit Feuer taufen. ER wird von sich aus das Herz neu machen - darum geht es! Beim Messias ist es dann ein Zusammenspiel zwischen unserem menschlichen Tun und der Gnade Gottes, ein Zusammenwirken von mir und Gott - das ist das, was Johannes verheißt.
Der Schluss vom Beitrag von @Erntehelfer ist auch sehr beachtenswert: Was Johannes den Zuhörern so scharf und eindringlich sagt, die zu ihm kommen, egal ob als Jude oder als Heide oder als Christ, das sollten sich alle hinter die Ohren schreiben: Der Messias, der nach ihm kommt, ist nicht nur das liebe Jesulein, das wir so gerne besingen. Im heutigen Evangelium heißt es vielmehr: "Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen." Johannes mahnt uns, sich durch wirkliche Buße auf den kommenden
Herrn und auf Weihnachten vorzubereiten. Man kann nämlich nicht nur die Weihnachtseinkäufe, die Besuche und das festliche Menü planen, sondern man kann durchaus auch die persönliche innere Vorbereitung auf Weihnachten planen. Dazu gehört auch, großherzig zu teilen. Das könnte man sich z.B. ganz konkret für diese Weihnachten vornehmen. Dazu gehört aber vor allem, ehrlich bei sich selbst Bilanz zu ziehen: Bin ich überhaupt auf den kommenden Messias vorbereitet? Habe ich überhaupt die Augen und das Herz offen für Situationen und Nöte, wo meine Hilfe möglich ist?
Dieser Beitrag von @Erntehelfer...
Allen Lesern einen gesegneten und besinnlichen 3. Adventssonntag!
... ist auch sehr lesenswert! In der Gesamtschau decken sich seine Gedanken und Ausführungen weitgehend mit den Worten von P. Selhofer, aber @Erntehelfer weist zudem auch auf einige interessante Details hin. So wie damals ist es auch heute wieder, dass die "frommen" Belehrungen der Schriftgelehrten und Priester damals in Jerusalem oder heute in Rom zu eintönig und wenig begeisternd sind. Und so gehen auch heute die suchenden Menschen hinaus in die "Wüste", in meinem Fall geht's nach Maria Schutz. Dort nimmt man sich kein Blatt vor den Mund, auf nichts und niemanden wird Rücksicht genommen, wenn es um die Verkündung des Willens Gottes geht. Umkehr und Taufe, dazu ist bei Johannes schon ein hartes Stück Arbeit an sich selber notwendig. Ihr seid nichts anderes als eine "Schlangenbrut", sagt Johannes, wenn ihr euren Willen zur Umkehr nicht durch dementsprechende konkrete Schritte beweist. Die Umkehrwilligen fragen Johannes deshalb: "Was sollen wir also tun?" Sie erbitten sich also eine Orientierungshilfe, einen Wegweiser. Und Johannes gibt ganz konkrete Orientierungshilfen, anders als die Umkehrwilligen das vielleicht erwartet haben, wobei es heute ganz ähnlich ist: damals werden sie nicht zum strengeren Einhalten der vielen jüdischen Vorschriften angehalten oder wie auch heute viele meinen, dass mehr Frömmigkeit durch noch mehr Gebete hilfreich sein könnte, NEIN, die Antwort des Johannes fällt ganz anders aus. Johannes ruft ihnen und uns heute nämlich zu: Teilt das, was ihr habt! Gebt großzügig ab von dem, was ihr besitzt. Gebt damit euren Mitmenschen eine Chance, die in Not geraten sind, die nicht genug zum Essen oder zum Anziehen haben oder nicht genug zu einem menschenwürdigen Leben. Johannes macht wirklich keine frommen Sprüche. Er nimmt seinen Zuhörern die Illusion, sie könnten sich mit Frömmigkeitsleistungen bei Gott etwas erkaufen. Nein, sagt Johannes, eure Buße muß ganz konkret und praktisch sein. So wie Gott im Himmel barmherzig mit uns verfährt, so sollt auch ihr mit euren Mitmenschen verfahren, die in Not sind. Also: Das erste Wichtige ist, Werke der Barmherzigkeit zu verrichten. Das zweite Wichtige, und das hat die Kirche auch schon immer so gelehrt, ist die Beachtung der Berufs- und Standespflichten, wie das Johannes anhand der beiden Gruppen der Zöllner und Soldaten aufzeigt.
Nochmals zur Mahnung an alle überstrengen Traditionalisten und Frömmerfrommen: mit Frömmigkeitsleistungen kann man bei Gott nichts erkaufen! Wichtig sind die Verrichtung der Werke der Barzherzigkeit und die Beachtung der Berufs- und Standespflichten, und sich dabei zu prüfen, wie es da bei sich selber aussieht.
"Was sollen wir also tun?" - Wenn wir bei uns selbst gründlich aufgeräumt haben, dann werden wirklich frohe, gesegnete Weihnachten kommen, denn dann kann der Herr auch bei uns Quartier nehmen.
Bevor der Mensch "Werke der Barmherzigkeit" verrichtet, muss seine Rückkehr zum wahren Glauben erfolgen. Denn im Stande der Gnade bringen ihm diese "Werke" Verdienste ein vor GOTT. Vor dem rechten "Tun" steht der rechte GLAUBE. Als Rufer in der Wüste hätte Johannes der Täufer sehr starke Töne angeschlagen, würde er heute diese blasphemischen Volksaltäre antreffen, der auch in dieser Kirche Einzug hielt.
"Ein Friede, der nicht einfach was Menschengemachtes ist, sondern ein Mittun mit der Gnade Gottes - ..."
Was Menschengemachtes ist unerfreulicherweise auch die Konzilssekte. GOTT kann mit Seiner Gnade nicht wirken, solange der Mensch sich dieser Seiner Gnade widersetzt und nicht zum wahren Katholischsein zurückkehrt..
@Mir vsjem Also zunächst einmal: der blasphemische Volksaltar hat in Maria Schutz nicht Einzug gehalten... Sie sollten hier schon bei der Wahrheit bleiben! Und was das rechte Tun und das wahre Katholischsein anbelangt, mögen Sie bitte meinen obigen Beitrag lesen.
Für alle Überstrengen und Frömmerfrommen: mit Frömmigkeitsleistungen kann man bei Gott nichts erkaufen! Wichtig sind die Verrichtung der Werke der Barzherzigkeit und die Beachtung der Berufs- und Standespflichten, und sich dabei zu prüfen, wie es da bei sich selber aussieht.
Und noch etwas zum traditionalistischen Totschlagargument 'Konzilskirche': Auf weite Strecken ist die Situation heute fast gleich wie damals... große Teile der Pharisäer und Schriftgelehrten sind damals vom Weg abgekommen, aber es gab daneben auch einen Nikodemus, einen Josef von Arimatea usw. Und so ist es auch heute! Die Priester von Maria Schutz, die Priester vom 'Werk' im Kloster Thalbach in Bregenz, die Priester von der Familie Mariens der Miterlöserin, ein Pfarrer Roger Ibounigg vom Wallfahrtsort Pöllauberg und viele, viele andere sind ein Beispiel dafür!
@Mir vsjem Weil Ihnen Maria Schutz offenbar völlig unbekannt ist, liefere ich Ihnen gerne den Link zur heutigen Messe.:
youtube.com/watch?v=N86ndg2duZE
Beachten Sie die feierliche Messgestaltung, vor allem auch den schönen Gesang. So schön und feierlich findet man es anderswo leider kaum mehr, auch nicht bei den Traditionalisten.
Wir sind uns doch einig, @Josef O. , dass es sich um die Wallfahrtskirche Maria Schutz mit dem Passionistenkloster handelt in Schottwien/Österreich? Auf einer diesbezüglichen Webseite wird auch dieser P. Leopold Selhofer benannt.
Und was ist hier zu sehen:
Wallfahrtskirche Maria Schutz (Schottwien) – Wikipedia
Darunter steht:
Inneres der Wallfahrtskirche Maria Schutz (Gemeinde Schottwien, NÖ) ?
Nach wiki dürfte es also die Wahrheit sein.
Der Friede im Herzen, der Weihnachtsfriede: Ein Friede, der nicht einfach was Menschengemachtes ist, sondern ein Mittun mit der Gnade Gottes - den Frieden, den Gott schenkt. Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! hat uns in der ersten Lesung der Prophet Zefanja zugerufen. Denn Gott ist nahe! ER ist in unserer Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Auf dieses Wirken unseres Herrn Jesus Christus dürfen wir uns einlassen in diesen Tagen. Gott kommt, ER ist nahe. Fixieren wir uns bitte nicht auf ein Weihnachten, so wie wir uns das vorstellen, so wie wir es gerne haben möchten. Seien wir offen für ein Weihnachten, ein Geburtsfest unseres Herrn Jesus Christus, so wie ER es uns bereitet. Wenn wir immer nur meinen, so wie wir selbst die Dinge haben möchten so werde es gut, dann werden wir traurig und traurig bleiben. Aber wenn wir bereit sind, Gott mit Seinem Wirken anzunehmen, auch das mit Seiner Menschwerdung so anzunehmen wie sie ist, wie Gott sie geplant hat, wenn wir diesen Plan Gottes annehmen, dann kommt wahrhaft Freude in unsere Herzen. Dann dürfen wir werden wie die Hirten auf den Feldern von Bethlehem, die hingekommen sind, um sich über diese Neuheit des Wirkens Gottes zu freuen. Lassen wir uns ein auf dieses Wirken Gottes!